„Hallo Vater“ oder besser „Hallo lesende Person“. Hier folgt ein Bericht über unser erstes Auswärtsspiel der Saison 2026/27:
Ich Vereis! Vereis! Vereis! hiess es heute für das NLB Team von City Volley Basel. Es stand das erste Auswärtsspiel der Saison an. Wir trafen auf die Auswahlmannschaft Swiss Volley.
Dem grössten Chaoten im Team die Organisation der Reise zu überlassen hat auch so seine Tücken. Es war etwa so organisiert wie wenn beim Vortrag the beamer breaks down – ziemlich improvisiert. Trotzdem hat alles geklappt und wir fuhren mit dem Zug vorbei an Fischers Bettware Fabrik Au Wädiswil am Zürisee nach Jona. Dank Luis hatten wir auch frischen argentinischen Mate. Auch wenn er mehrmals sorry habe gespritzt und seine Thermoskanne ausgeleert hatte.
Nun sind wir in der Halle angekommen, wärmten uns auf und Simon schaute, dass nicht jede ka mache was är will, will jede staht dezue was är macht.
In der Halle war dann aber alles bereit. Leider lag auf der Spielerbank nur ein einsamer Farmer und (getrocknete) Bananen. Ein Buffet mit Kaviar und Bü-Bü-Bü-Bündnerfleisch wäre nicht schlecht gewesen. Schliesslich beginnt das Spiel um 13:00 Uhr – perfekte Brunchzeit.
Jetzt ging es also los. Gleich schon in den ersten Rallies war alles zu sehen.
Pistoleschuss, Bombespliter, mir hänn alles erläbt. Es war ein ausgeglichener Start in welchem auch kurz mit dem Schiedsrichter diskutiert wurde. Während der Erklärung der neuen Regeln war der zweite Schiedsrichter wohl gewesen in Stube sitzen und hat nicht ganz alle Regeländerungen mitbekommen. „Guggus gsi, guggus geblieben“ war umformuliert seine Antwort auf die Erläuterung der eigentlichen neuen Regeln von Captain Eric. Wir probierten uns nicht gross beirren zu lassen und blieben lange dran.
Jetzt verteidigte aber auch noch ihr Libero, der krass war will är Bändeli het, einige Bälle in extremis und bei uns konnte leider der letzte Service nicht angenommen werden. So verlieren wir den Satz mit 24:26.
Es hiess also Neustart und wir mussten einiges überdenken. Unsere seven thinking steps schienen Wirkung zu zeigen. Wie eine Maschine, Traktor, Panzer spielte unser Block auf.
Auch hinten in der Defence: Lino hält, Lino hält und gräbt einige Bälle super aus. Nach einer nahen Annahme fliegt Simi, fliegt und stellt perfekt auf Luis. Er hämmert den Ball Line rein und es steht 1:1. S beste wos je hets giz war es bei Weitem noch nicht, doch wir sicherten uns den 2. Satz mit 25:21.
Den Start in den nächsten Satz geschah nicht wunschgemäss. Von aussen wurde mit Passeur- und Dia-Wechsel reagiert. Die Ansprache im Time Out galt nöd als Kritik, sondern als Ahregig. Leider zeigte sie keine Wirkung und wir kassierten drei Punkte in Serie. Es folgte das nächste Time Out: Jungs, das was wir spielen isch Chääs dänk, Chääs, ganz ganz viel Chääs, hiess es so ungefähr. Mit 21:25 müssen wir uns dann wieder geschlagen geben.
Im vierten Satz stellte der Coach um und war e chline Erfindoo: Lino spiele neu als Diagonal und Luis und Pascal bildeten das Aussenangreiferduo. Es blieb ein umkämpftes Spiel. Langsam böbberlet s Härzli scho auf beiden Seiten, was sich in Servicefehlern zeigte. In der Schlussphase hielt es keinen mehr auf den Sitzen: „Ja Richti, ha gseit du söllsch di guet häbe“, hörte man im Publikum. Leider warf eine anscheinend doch nicht unübersehbare Netzberührung viele fragende Gesichter auf. Es war der füdliblutti Wahnsinn. Die ganze Bank rannte auf das Feld. Doch das Spiel war beendet – 23:25 für die Auswahlmannschaft Swiss Volley.
Schlussendlich müssen wir uns eingestehen, dass wir zwar nicht gefoltert wurden mit schwerem Rauch aber mit einer 1:3 Niederlage im Gepäck nach Hause reisen müssen.
Gratulation an die Auswahlmannschaft Swiss Volley. Jetzt gilt es das Video analysieren von unserem Bruno dem Kameramann und dann sehen wir uns im Rückspiel im Rankhof.
Angst und Gäld hämmer kei!
Von Timo Simonett
