
Auf dem heutigen Plan stand das Masterchef Duell zwischen dem VBC Aeschi und City Volley Basel. Beide Kandidaten hatten schon einige Duelle hinter sich, aber dieses hier war auf einem anderen Kaliber. Kurz vor dem Start gab das Trainerteam beider Mannschaften noch die wichtigsten Instruktionen mit auf den Weg wie ein Chefkoch, der vor dem Service schnell noch die Mise en Place kontrolliert.
Dieses Duell hat keine bestimmte Zeitdauer. Das Ziel ist nur, den Gegner in 3 Gängen zu schlagen. Um 17.30 pfiffen die Schiedsrichter das Duell an. Beide Teams stürmten los und begannen mit ihrer Vorspeise. Basel hatte anfangs Probleme, ob es daran lag, dass sie so lange zum Austragungsort fahren mussten, oder daran, dass sie sich mit der Umgebung noch nicht vertraut gemacht hatten. Es war wie eine unorganisierte Küche: Alle hatten ihre Aufgaben bekommen, aber nichts funktionierte. Keine Annahme, keine Pässe, kein Angriff. Die Zutaten flogen durch die Gegend, aber keiner bekam sie sauber in den Topf. Das Trainerteam versammelte das Team mit Timeouts, um sich zu beruhigen. Im Timeout wurde viel Input gegeben. Leider wirkte es noch nicht so, wie es sollte. Man machte viele Wechsel, in der Hoffnung, dass es dem Team hilft, die Vorspeise doch noch fertigzustellen. Ob es gewirkt hat? Erst ab dem zweiten Timeout. Da nahmen sich die Köche zusammen, und die einzelnen Komponenten fanden Harmonie. Plötzlich passte die Sauce, die Beilage war nicht mehr verkocht, und der Teller konnte angerichtet werden. So konnte Basel die Vorspeise knapp mit 27:25 für sich entscheiden.
Nun kam der Hauptgang. Die Verwirrung von vorher war leider noch ein wenig vorhanden. Aber auch das Zusammenspiel von Aeschi wurde besser. Man sah, wie sie sich anstrengten, um dieses Mal den Hauptgang für sich zu gewinnen. Auf der Seite von Basel musste das Trainerteam wieder ein wenig nachhelfen wie ein Sous-Chef, der schnell noch die Pfanne rettet. So konnte Basel mit einigen Komponenten wie guten Services und stabiler Annahme den Hauptgang für sich gewinnen. Den grössten Anteil daran hatte aber die Kombination von Passeur und Mitte, das war heute unser Saucier und unser Grill, die perfekt harmonierten. Am Ende stand der Hauptgang 25:22 für Basel.
Mit den zwei gewonnenen Gängen wollte Basel auch das dritte Gericht für sich gewinnen. Auf der Seite von Basel lief alles perfekt. Es gab viele Service Aces, die das Dessert sehr verfeinerten. Dazu kam, dass die Fehlerquote im Vergleich zu den vorherigen Sätzen um einiges zurückgeschraubt wurde. Das war wie ein Dessert, das endlich die richtige Süsse hatte: nicht zu viel, nicht zu wenig. So konnte Basel auch das Dessert mit 25:17 für sich gewinnen.
Im Ganzen konnte Basel mit einem klaren 3:0-Sieg nach Hause gehen. Der ganze Wettbewerb ist noch nicht zu Ende, aber sie sind eine Runde weiter.
von Ethan Tsang
